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WFG Aktuelles

„Senkung der Fluktuationskosten – Was ist interkulturelle Kommunikation?“ - WFG ImPuls am 12.10.2022, 8.30 Uhr

Am 12.10.2022 dreht sich ab 8.30 Uhr bei WFG ImPuls alles um das Thema „Interkulturelle Kommunikation“. Zu Gast ist hierzu Eugen Schitz, Inhaber von EASIT – LEARN IT. DO IT. IT’S EASIT. aus Nerdlen. Um Anmeldung wird bis zum 11.10.2022 gebeten (per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). Nach erfolgreicher Anmeldung erhalten die Teilnehmenden die Zugangsdaten zum Online-Meeting-Raum bei GoToMeeting per E-Mail.

Im Vorfeld der Veranstaltung hat Eugen Schitz WFG-Geschäftsführerin Judith Klassmann-Laux bereits Rede und Antwort zum Thema Interkulturelle Kommunikation gestanden.

Herr Schitz, was verstehen Sie persönlich unter "Interkultureller Kommunikation"?
Ich fasse es kurz zusammen: Es ist die Fähigkeit, mit Menschen zu interagieren, zusammenzuarbeiten oder vorurteilsfrei zusammenzuleben. Aber die Thematik ist sehr vielschichtig und umfasst so ziemlich jeden Bereich unserer alltäglichen Kommunikation, Sichtweise und Verständnisses.
Oder: Wenn man beruflichen Erfolg haben will oder stressfreier durchs Leben gehen möchte, so sind interkulturelle Kompetenzen unabdingbar.

Warum gewinnt interkulturelle Kommunikation auch in mittelständischen Unternehmen immer mehr an Bedeutung?
Jede vierte Person in Deutschland hat einen Migrationshintergrund.
So bunt und vielfältig wie unsere Gesellschaft ist, ist auch unsere Arbeitswelt. Und diese Arbeitswelt befindet sich im radikalen Umbruch. Es ist nicht mehr so, dass sich die Unternehmen die Mitarbeitenden aussuchen können, sondern die Mitarbeitenden suchen sich das Unternehmen aus. Das ist ein Fakt, welchen sich die Unternehmen stellen müssen.
In Deutschland herrscht ein extremer Fachkräftemangel. Das hat zur Folge, dass Unternehmen radikal handeln und umdenken müssen! Unternehmen sowie Behörden stehen unter großem Druck, qualifizierte Fachkräfte für offene Positionen nicht nur zu gewinnen sondern vor allem, qualifiziertes Personal im ausreichenden Maße an sich zu binden! Die Arbeitswelt ist internationaler geworden. Umso wichtiger ist interkulturelle Kompetenz in der Unternehmenskultur.
Der Arbeitsplatz ist ein spezieller Ort, an dem Menschen oder Menschengruppen aufeinandertreffen und miteinander interagieren müssen. Da sind viele Konflikte schon vorprogrammiert.  Aber auch unabhängig vom Migrationshintergrund: jeder bringt seine eigene Kultur zur Arbeit mit. Wer kennt es nicht, wenn Mitarbeitende eher interne Konflikte austragen, wie Lästern, Sexismus, Ausgrenzung, Respektlosigkeit.
Und all das ist auf fehlende Interkulturelle Kompetenz zurückzuführen sowie auf eine falsche oder fehlende Unternehmenskultur. Interkulturelle Kompetenz stellt die Basis dar, um eine Unternehmenskultur erfolgreich gestalten und steuern zu können. Zusätzlich kommt hinzu, dass jedes Unternehmen sich international ausrichten muss, um im Wettbewerb auf Dauer bestehen zu können. Bedenken Sie allein schon die Bewerbungsgespräche, Verhandlungen und Vertragsgestaltung, Vertrieb, Verkaufsgespräche, Zulieferer, bis hin zum Führungsverhalten – viele Missverständnisse oder fehlende Geschäftsabschlüsse haben kulturelle Hintergründe.

Was hat interkulturelle Kommunikation mit der Senkung von Fluktuationskosten zu tun?
Es kommen weniger junge und/oder qualifizierte Arbeitnehmende nach und die Unternehmen können die Mitarbeiter/-innen nicht an den Betrieb binden.  Die Fluktuation „fliegt vielen Unternehmen um die Ohren“.
Der Grund ist eindeutig: Falsche/fehlende Unternehmenskultur! Diese ist auf fehlende interkulturelle Kompetenzen zurückzuführen! Mit anderen Worten: viele sind lieber arbeitslos als unglücklich auf der Arbeit. Das belegen auch Statistiken und meine persönlichen Erfahrungen. Angestellte kündigen und wechseln zu einem anderen Arbeitgeber, weil sie sich mit dem Arbeitgeber nicht identifizieren können oder mit der Unternehmenskultur unglücklich sind. Als Folge davon muss eine neue Fachkraft für die vakante Position gefunden werden. Wenn Mitarbeitende nach weniger als einem Jahr bereits ihr Arbeitsverhältnis wieder auflösen, so entstehen extreme Kosten. Beschaffungskosten, Einstellungskosten, Schulungskosten, auch von Mitarbeitenden, die die offene Stelle vorerst besetzen und Überstundenkosten haben enorme finanzielle Auswirkungen und es stellt eines der größten Probleme dar.

Was sind Ihrer Erfahrung nach die drei wichtigsten to Do's im Mittelstand in Sachen interkulturelle Kommunikation?  
Meiner Erfahrung nach sind die wichtigsten to Do`s: Respekt, Fähigkeit zum Perspektivenwechsel und Kommunikationsfähigkeit.
Für die Führungskräfte reicht es nicht mehr aus, fachlich gut zu sein. Führungskräfte müssen auch ein großes Repertoire an Soft Skills bzw. sozialer Intelligenz besitzen, wie Konfliktfähigkeit, rhetorische Fähigkeiten, kommunikative Kompetenzen, Empathie, Organisationstalent und Stressresistenz.

Zur Person:


Seit 2021 begleitet Eugen Schitz Unternehmen und Behörden, welche Mitarbeitende gewinnen oder halten wollen.
Er kooperiert seither mit einem Netzwerk aus erfahrenen interkulturellen Trainer/-innen, Kommunikations- und Rechtsexpert/-innen, die projektspezifisch ausgewählt werden.
Um zur Lösung der Interkulturellen Überschneidungssituationen in Unternehmen, Organisationen sowie Behörden beizutragen, legt er den Fokus auf Personal- und Organisationsentwicklung sowie Optimierung der Unternehmenskultur und Kommunikation.
Bild: Eugen Schitz, EASIT

Weitere Informationen und Kontakt WFG Vulkaneifel mbH, Mainzer Str. 24, 54550 Daun, Judith Klassmann-Laux, Telefon: 06592 933-205, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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